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Schraubertage

6. Dänisches Morini Treffen


Als allererstes muss ich ein großes Dankeschön ausdrücken, an alle, die am diesjährigen Treffen mitgeholfen haben. Das gilt besonders meinen Schwiegereltern Ruth und Normann, meiner Schwägerin Charlotte, Nichte Emma und nicht zuletzt Elisabeth.
Wie ich schon früher erwähnt habe, war ich am Anfang des Jahres wegen Reaktiver Arthritis im Krankenhaus und war seitdem periodisch mehr oder wenig immobil. Eigentlich war ich erst in den letzten drei Wochen vor dem Treffen so weit, dass ich mich einigermaßen frei bewegen konnte - und das immer noch unter großen Schmerzen, trotz erheblicher Einnahme schmerzstillender Medikamente.
Im Verhältnis zum diesjährigen Treffen, hat das eine gewisse physische und mentale Abwesenheit von meiner Seite bedeutet, und deshalb, war es von besonders großer Bedeutung mithelfende Hände zu haben und eine Mannschaft, die mit dem großen Überblick helfen konnte
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Das Treffen ist dieses Jahr früh angefangen. Schon am Mittwoch sind die ersten Gäste aufgetaucht. Andreas Ohlemacher hatte zwar angekündigt, dass er vielleicht kommen würde, aber dass er Achim dabei hatte, war eine schöne Überraschung
Ich finde es erwähnenswert, dass er aus dem Taunusgebiet kommt, und obwohl er mit Dose und Wohnwagen ankam, finde ich es nichtsdestotrotz imponierend, dass er die weite Fahrt macht, um bei unserem kleinen Treffen dabei zu sein. Dieses Jahr musste er sogar mit der Firma eine Konferenz am Freitag und Samstag besuchen. Er ist deshalb aus dem Taunus nach Hygind, weiter nach Rostock, wieder hier zurück und dann nach Hause gefahren. Also ungefähr 3000 km!

Man wird jedes Jahr bequemer. Mehr und mehr rollende Häuser sind am Platz ;o)

Achim in Arbeit


Donnerstag wurden die letzten Sachen in Ordnung gebracht, und am Abend wurde es Zeit für die gewöhnliche Routenmarkierung. Da Andreas bei der Ausfahrt nicht dabei sein konnte, ist er und Achim hinter dem Fiat gefahren, damit er auch die Route erleben konnte.
Normalerweise geht es recht flott zu, wenn Charlotte und ich markieren, aber mit den beiden Morinisti hinterher, musste ich, wenn möglich, noch flotter fahren, damit sie auch ein bisschen Spaß an den windigen Straßen haben konnten - und das, mit meinem Schwiegervater auf dem Rücksitz! ;-0
Auf der Tour ist dem Morini-Falken ein erstes Opfer gebracht worden (naja, wir sind ja Fiat gefahren, aber trotzdem...). Einer von den bekanntlich unbegabten Fasanen ist genau in der Spur gelaufen, die ich fuhr, um dem Vogel auszuweichen, welches fatalen Ausgang für ihn bedeutete. Die Federn sind überall geflogen - muss ein imposanter Anblick für den Hinterherfahrenden gewesen sein!

Im Laufe des Freitags sind die meisten aufgetaucht. Eine lustige Wiederholung aus dem letztem Jahr war, als Rasmus mit seiner 500'er im Bulli kam. Noch mal hatte er Probleme mit der Zündung, und noch mal hatte ich ihm versprochen, dass wir die Morini zum Laufen bringen würden. Damals hat er einen kompletten Stator bekommen, aber dieses Mal habe ich gerade rechtzeitig zum Treffen eine neue Erregerspule von Tritsch bekommen, und gerade bevor der Chili serviert wurde, hatten wir die Fuhre schon zum Laufen gebracht.
Auch anderswo am Ort wurde während des Wochenendes geschraubt. Patrik hat seine Kupplung aufbereitet, Nils die Gabel seiner Dart, aber schlimmer war es für Michael, der aus Berlin mit einem Motor, der sich nach einem defekten Hauptlager anhörte, ankam. Später zeigte es sich, dass dies auch der Fall war. Wie immer im Morini-Zusammenhang ist es gelungen, an Ort und Stelle zumindest einen Teil der Rückfahrt zu organisieren. Die Morini wurde in Hartmut und Iris' Wohnmobil geschoben, und sie und Michael wurden somit nach Hamburg transportiert, wo er Freunde hat, die ihm weiter helfen konnten.

Es ist allmählich mehr die Regel als Ausnahme, dass wir einen Geburtstag während des Treffens feiern können Dieses Mal war es Jørgen Pagh, der auf gebührender Weise mit Geburtstagsgesang gefeiert wurde. Außerdem hat er selbst die Treffenteilnehmer auf Gin und Tonic eingeladen - Die starken Getränke hatten für einige Konsequenzen am folgenden Tag-  ;o)


Geburtstag in der Mitte


Samstag sind wir bei Sonnenschein aufgewacht. Nach dem Frühstücke sah es so aus, als ob die Teilnehmer eifrig auf die Ausfahrt warteten. Viele sind früh aufgestanden und standen trippelnd herum (kann sein, es war wegen der Kälte in der Nacht ;o).
Einige mussten aber erkennen, dass es besser wäre, nach den gestrigen Feierlichkeiten zurück zu bleiben.
Die Morinis waren auch eifrig. Niemals ist die Abfahrt so unproblematisch abgelaufen wie dieses Jahr. Kaum einer hatte Startprobleme und auch keiner musste im letzten Augenblick tanken. Ich hatte zwar kräftig drauf hingewiesen vollgetankt anzukommen, aber früher war das keine Hinderung für sogar mehrere leergelaufene Tanks auf der Tour.
Ich selbst war auch auf die Tour gespannt. Wegen der Krankheit konnte ich gelegentlich nicht Moped fahren, und die Route wurde teilweise ausschließlich mit dem Auto ausgesucht. Darüber hinaus wird es jedes Jahr schwieriger neue Straßen zu finden, da wir ja immer den gleichen Ausgangspunkt haben. Es ist mir aber gelungen eine schöne Strecke zu finden, und obwohl die Route mit vielen Abbiegungen versehen war ist es schmerzlos gelaufen und ohne jemand auf der Route zu verlieren.

In Fåborg wurde das Mittagessen auf dem Hafengebiet eingenommen und dann gab es eine Stunde "frei".
Hier habe ich auch ein zweites Opfer des Morini-Falkens entdeckt. Stefan hat es später auf ital-web so beschrieben: "Dieses Mal hat es einen Versuch gegeben, unsere Ausfahrt zu verhindern: Ein Kamikaze-Spatz meinte, Sørens Inselrunde dadurch sabotieren zu können, indem er sich während der Fahrt unter den Schalthebel klemmt. Zur Strafe wurde dieser Saboteur auf dem Krümmer gegrillt."



Als wir wieder losfahren wollten, ging es aber nicht so schmerzfrei. Die 500'er, die Achim von Andreas geborgt hatte, wollte einfach nicht anspringen. Die Batterie wurde leer georgelt, es wurde zum Übergeben gekickt und geschoben, aber die Dame wollte einfach nicht. Benzinzufuhr und Zündung wurden gecheckt, aber keine Fehler enthüllten sich. Noch mal wurde mit anlaufen versucht, und nach ein paar kräftezehrenden Runden ist sie endlich angesprungen. Später wurde viel diskutiert, was das Problem hervorgerufen haben kännte. Luftblase im Benzinschlauch war wohl das beste Gebot.



Die Tour hatte begeistert, konnte man deutlich an den Gesichter sehen, als wir zurück waren.

Es ist allmählich Tradition geworden ein Gruppenfoto aufzunehmen, und es wurde sofort mit der Aufstellung angefangen:



Am Abend wurde festgestellt, wer die Prämien haben sollten. Nach gewöhnlichen Stimmabgaben wurde die Favoriten-Morini gekürt. Kerstens "Ratte" hat (wieder) die meisten Stimmen bekommen. Ich möchte aber nicht verschweigen, dass meine Dollaro mit nur einer Stimme geschlagen wurde ;o)


Die schönste Morini Dänemarks war auch eine Wiederholung. Anders' schöne 500er hat (auch knapp) vor Ejvins Dart gewonnen.
Die weiteste Anfahrt mit einer Morini habe ich fehlerhaft Hagen zugeteilt. Es war jedoch der unglückliche Michael, der mit 590 km aus Berlin die weiteste Anfahrt hinter sich hatte. Hagen hat ehrenhafterweise selbst darauf hingewiesen und den Preis weiter an Michael gegeben. Ich werde es aber nicht unterlassen, mich wegen dieses Fehlers zu entschuldigen.

Auch knapp, aber Anders' hat die Nase vorne             -            Michaels "kranke" Morini


Trotz meines unfreiwillig fehlenden Engagements wurde das Treffen wie immer auf beste Weise abgehalten. Das zeigt noch mal, dass der Erfolg auf dem Einsatz der herrlichen Teilnehmer beruht. Es ist also erfreulich zu wissen, dass das Treffen so zu sagen in sich selbst ruht, und, wie früher erwähnt, dass das Treffen eine Institution geworden ist. Eine Institution, die ich bestimmt nicht ändern möchte und ich freue mich deshalb aufs nächste Jahr, wo wir alles wiederholen. (Jedoch müssen wir wegen Konfirmation in der Familie den Termin eine Woche verschieben). D. h. heute schon 2. Mai-Wochenende für das 7. Dänischen Morinitreffen reservieren!
© Søren Høyer Hansen Willkommen sir1@morinist.dk