2009: 4/3 21/3 4/4 21/4 21/5 21/9 21/11 2010: 18/3 27/9 2011: 23/3 18/4 19/4 26/4 24/5 26/5 22/7

Dornröschen 2011:


Zusätzliche Fotos

23. März 2011

Wie immer habe ich zu spät angefangen! Es ist ja nur kurze Zeit bis zum Treffen und meiner jährlichen Tour nach Italien, und da gibt es ein paar "Kleinigkeiten" die ich machen muss. Wenigstens habe ich den Motor ausgebaut und zerlegt.

Es ist ja immer interessant zu sehen, was einen bei so einer OP erwartet.
Das erste was mir entgegen kam waren die Kolben. Beide Kolben haben Klemmerschaden. So wie ich es bei diesem Typ Schaden verstanden habe, kommt es von zu kleinem Spiel zwischen Kolben und Zylinder.
Auf so was hätte ich gerade nicht getippt, wenn man bedenkt, dass sowohl Kolben wie auch Zylinder alt sind - vielleicht erinnert ihr euch, dass ich die Kolben vorletztes Jahr von Hartmut geschenkt bekommen habe.

Die Zylinder haben unmittelbar keine Narben und die Kolben haben nur Riefen unter den Ringen. Dafür hat der abgebildete Kolben drei schadhaften Stellen und der andere hat zwei (auf dem Foto der schlimmste Fall!). Unglaublich, dass er fast 20.000 km damit gefahren ist (ich vermute mal, dass die Schäden kurz nach dem Einbau entstanden sind).

Nächste Überraschung war, als ich die Motorhälften zerlegen wollte. Das kleine Riemenrad war an der Kurbelwelle festgerostet. Wärme, Kälte, Gewalt, Rostlöser und der spezielle Abzieher, den ich gerade erhalten habe, haben nichts geholfen. Es gibt ja auch Grenzen dafür, wie viel Gewalt man ausüben kann ohne die Kurbelwelle zu beschädigen. Deshalb musste ich das Riemenrad abflexen, damit ich alles zerlegen konnte.

Im Gehäuseinneren erwarteten mich noch mehr Überraschungen. Ein sehr merkwürdiger Schaden, den ich einfach nicht begreifen kann wie er entstanden ist. Kann man vielleicht am Foto rechts ahnen. Das Kurbelwellenlager hat am inneren Ring Rostbildungen!! Wie das überhaupt vorkommen kann, an einer Stelle die ständig in Öl läuft, ist mir ein Rätsel.

Jedenfalls bedeutet es, dass sich ein zu grosses Spiel zwischen Kurbelwelle und Lager entwickelt hat. Die Kurbelwelle saß also "lose" im Lager, was natürlicherweise dem Gleitlager auf der anderen Seite geschadet hat (und selbstverständlich Lagergeräusche hervor rief).

Ein ähnliches Problem war das Nockenwellenlager an der Pick-Up-Seite: Zum Teil hatte die Welle sehr grosses axiales Spiel - so um 1 mm - und zum anderen (wahrscheinlich demzufolge) war das Lager unglaublich abgenutzt. Hier war also noch eine Ursache für die Klapperei des Motors.

Nächste Stufe wird sein, die Lager usw. zu wechseln. Wenn ich Zeit dafür habe, werde ich wahrscheinlich auch hier und da ein bisschen polieren. Aussen wird er vielleicht auch glasgestrahlt, aber es kommt auf die Kosten und die vorhande Zeit an. Es gibt nämlich auch ein paar andere gute Sachen, die ich gerne Dornröschen antun möchte. Aber darüber kommt später was.

Eines habe ich aber gemacht. Letzte Woche hatte ich Rasmus' 500'er bei mir um u. a. den Kabelbaum original wieder herzurichten. Das gleiche wollte ich schon lange an meiner machen, weil er so eine komische Zusammensetzung aus mehreren Jahrgänge ist. Doch eigentlich wollte ich noch ein bisschen damit warten. Da ich aber schon im Rhythmus war, habe ich es gleich heute gemacht. Das hat ein neues (6-Pol) Zündschloss verlangt und deshalb musste ich das Tankdeckelschloss zum neuen Schlüssel anpassen, damit ich nur einen brauche. Ist aber leicht gemacht, also halb so schlimm.

Das war's für heute!
© Søren Høyer Hansen Willkommen sir1@morinist.dk