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15. Mai 2008:

Ein paar Kommentare über den täglichen Betrieb:
Die Morini hat jetzt 47.000 km hinter sich. Sie hat angefangen ein bisschen mehr im Motor zu klappern. Möglicherweise sind es die Kipphebelbuchsen, aber sonst läuft sie immer noch wie ein Traum.

Wie bereits berichtet bin ich den ganzen Winter ohne Probleme gefahren (bis auf das Lima-Problem). Sie springt bereitwillig an und fährt einfach super. Ich habe vorgestern nach ungefähr 10.000 km das Ventilspiel kontrolliert und tatsächlich hatte nur ein Auslaßventil ein klein wenig zu viel Spiel – also alles wie es sein soll.

Ja, ich habe vergessen zu erzählen, dass ich NGK's Iridium Kerzen bekommen habe. Die taugen! Ich habe ja kaum Probleme beim Starten gehabt und der Lehrlauf ist auch sehr schön, aber die neuen Kerzen machen einen sehr guten Eindruck auf mich. Nach der Montage ist das Startverhalten noch besser geworden. Und was mich ganz deutlich beeindruckt hat ist, dass der Lehrlauf um 500 U/min gestiegen ist. Ich konnte deshalb die Lehrlaufschrauben deutlich runter drehen. Ich habe es nicht gemessen, aber ich bin mir sicher, dass das niedrigeren Verbrauch bedeutet.
Ob die Morini auch mehr Kraft hat kann ich nicht beurteilen. Wie gesagt läuft der Motor schon richtig gut.
Die Kerzen sind sauteuer, aber ich habe einen kleinen englischen Shop gefunden, der sie einigermaßen billig verkauft. Jedenfalls finde ich, dass sie ihren Preis wert sind.
Übrigens habe ich sie neulich einmal herausgenommen um das Kerzenbild zu prüfen.
 – Sie haben eine perfekte Farbe, genau wie im Lehrbuch beschrieben. Also stimmt das Gemisch.

Wie oben bereits beschrieben bin ich den ganzen Winter gefahren und bin sehr zufrieden, wie die Morini Salz etc. überstanden hat.
Ein paar Rostflecken sind am Rahmen bei den Motorhalterungen aufgetaucht. Wahrscheinlich weil diese Stellen sehr exponiert sind für alles was so vom Reifen hochgeschleudert wird. Und die Spiegel haben auch Rost. Aber die haben schon beim Auspacken angefangen zu rosten – man kriegt nicht viel Chrom für 15 Euro!

Aber sonst bin ich im großen Ganzen zufrieden. Es ist erfreulich zu sehen, dass meine  Lösungen wie erwünscht funktionieren. Es ist ja immer spannend zu sehen ob eigene konstruktive Ideen halten, aber es scheint so. Alles funktioniert zweckmäßig und zeigt keine Spuren schlecht entworfen oder dimensioniert zu sein.

Im frühen Frühling bekam ich neue Reifen (nachdem ich den Winter fast mit Slicks durchgeschlichen bin): Bridgestones BT45, und sie sind ganz sicher ihres Ruhmes würdig. Ich habe überhaupt keine Einwände und sie kleben am Asphalt. Ich habe selbstverständlich 90/90 für´s Vorderrad gewählt. Das ist die richtige Größe! Letztes Jahr habe ich mich ja mit 100/90 dumm gestellt.
Das Kurvenverhalten ist jetzt perfekt und die Richtungswechsel gehen spielend. Mit den alten Reifen hatte ich das Gefühl, dass ich die Morini „reinwerfen“ musste. So ist es jetzt nicht mehr; es gibt überhaupt keinen gefühlten „Übergang“ wenn ich sie in den Kurven lege.

So, alles in allem bin ich äußerst zufrieden mit der kleinen Italienerin. Sie macht so unheimlich viel Spaß, dass jedes Mal wenn ich von einer Tour mit ihr wieder zuhause bin, ich Lust auf eine Neue habe! Es ist schwierig zu begreifen, dass es Menschen gibt die was anderes als Morini fahren wollen.
Neulich hat mich einer gefragt ob ich, wo ich ja so viel Alltägliches und ganzjährig fahre, auch noch manchmal Lust auf eine Spritztour habe. Und als Antwort kann ich nur ein dröhnendes JA erwidern.
© Søren Høyer Hansen Willkommen sir1@morinist.dk